Hellion



Hagen: Corridors of Time

Diese Schweden sind sehr eigenwillig. Die teilweise schon etwas gesetzteren Herren machen sich daran, gleichberechtigt Folk, Hardrock und Progrock nebeneinanderzustellen und aus dem Sud dieser Symbiose geile, mitreißende Songs zu schöpfen. Dabei brillieren sie natürlich alle auf ihren Instrumenten, ohne nun in songundienliches Gefrickel zu verfallen. Vorallem die an vielerlei Stellen aufbrausend gespielte E - Violine des Bandmitbegründers Anders Rosén ist schon ein Aspekt der Hagenschen Originalität. Der Sänger hält sich mit Höhenflügen zurück, ist dafür aber in seinen mittleren Tonlagen sehr versiert. Keyboarder Hans Lundin war in den 70ern bei einer Band, aus der inzwischen die begnadeten Flower Kings hervorgegangen sind. Welch eine Wonne, solche Haudegen beisammenhocken und gute Musik komponieren zu sehen. Heavy sind Hagen gerne mal, wobei sie auch einen oder zwei Gänge nach unten schalten und balladeske Momente nicht zu kurz kommen. Die Mischung macht es und hier dominiert der harte Rock, der bisweilen in Metalgefilde eindringt. Hagen sind sehr eingängig, reißen mit,da die Dramatik stimmt, versprühen eine starke Lebensfreude und wissen zu rocken!

Siegfried